Die Studie basiert auf den Angaben von über 14.000 Schüler:innen sowie mehr als 2.500 Lehrkräften und pädagogischen Mitarbeitenden und liefert damit erstmals eine belastbare Datengrundlage für die politische und fachliche Arbeit in diesem Bereich.
Alarmierende Ergebnisse
Die Studie zeigt deutliche Herausforderungen auf:
- Mehr als die Hälfte der Lehrkräfte und pädagogischen Mitarbeitenden bewertet Gewalt und Konflikte an ihrer Schule als großes oder sehr großes Problem.
- Fast zwei Drittel berichten von einer Zunahme der Gewalt seit der Corona-Pandemie.
- Besonders auffällig sind die Entwicklungen an Grundschulen, die zunehmende Bedeutung digitaler Konflikte sowie religiöser und sozialer Konformitätsdruck, den viele Schüler:innen wahrnehmen.
- 80 % der Lehrkräfte beobachten, dass Konflikte schneller eskalieren als noch vor wenigen Jahren.
Handlungsbedarf und Ziele
Die Ergebnisse der Studie sind ein deutliches Warnsignal. Schule muss ein Ort des Lernens, des Respekts und der Sicherheit sein. Berlin hat sich als erstes Bundesland dieser Aufgabe gestellt und will nicht wegschauen, sondern handeln:
- Prävention, um Gewalt gar nicht erst entstehen zu lassen,
- Intervention, um Konflikte frühzeitig zu erkennen und wirksam einzudämmen,
- Repression, wo Grenzen überschritten werden und Gewalt nicht folgenlos bleiben darf.
In den kommenden Wochen werden die Ergebnisse gemeinsam mit Wissenschaft, Schulpraxis, Schüler- und Elternvertretungen sowie Expert:innen vertieft, um konkrete Maßnahmen für mehr Sicherheit, Respekt und Zusammenhalt an Berliner Schulen zu entwickeln.
Fazit
Die Studie unterstreicht die Dringlichkeit, Gewalt und Konflikte an Schulen ernst zu nehmen und gezielt gegenzusteuern. Berlin geht hier mit gutem Beispiel voran und zeigt, wie wichtig es ist, Probleme zu benennen, Entwicklungen zu analysieren und Lösungen zu erarbeiten.
Mehr Informationen: https://www.berlin.de/sen/bjf/service/presse/pressearchiv-2026/pressemitteilung.1684252.php.