Die neue JIMplus-Studie 2026 des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest (mpfs) macht deutlich: Jugendliche erleben soziale Medien gleichermaßen als Bereicherung und als Belastung.
Plattformen wie YouTube, Instagram, TikTok und Snapchat bieten vielen jungen Menschen Zugang zu Informationen und Gemeinschaft. 82 Prozent der Befragten nutzen Social Media, um sich Wissen anzueignen, etwa die Hälfte fühlt sich dort verstanden. Gleichzeitig berichten viele Jugendliche von negativen Auswirkungen: 72 Prozent fühlen sich durch Social Media von wichtigen Aufgaben abgelenkt, mehr als die Hälfte vermisst dadurch Zeit für Erholung und Freizeit. Besonders häufig nennen Jugendliche eine nachlassende Konzentrationsfähigkeit.
Die Studie zeigt außerdem, dass problematische Inhalte wie Fake News, Hate Speech oder extremistische Inhalte für viele Jugendliche zum digitalen Alltag gehören. Besonders belastend werden Mobbing, drastische Gewaltdarstellungen sowie Inhalte zu Essstörungen oder selbstverletzendem Verhalten erlebt.
Für das Wohlbefinden junger Menschen bleiben persönliche Beziehungen entscheidend. Freundschaften, Familie und Gespräche mit vertrauten Menschen sind die wichtigsten Ressourcen, um Belastungen zu bewältigen – deutlich wichtiger als digitale Angebote oder KI-Chatbots.
Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung einer pädagogischen Begleitung von Kindern und Jugendlichen im digitalen Raum. Medienkompetenz bedeutet heute nicht nur, digitale Angebote sicher zu nutzen, sondern auch einen gesunden Umgang mit Social Media zu entwickeln, problematische Inhalte einordnen zu können und die eigene Mediennutzung bewusst zu reflektieren.
Die vollständige JIMplus-Studie 2026 ist auf der Website des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest verfügbar.
Zur vollständigen Studie: JIMplus-Studie 2026 (mpfs.de)