Das Positive:
- Die berufliche Bildung bleibt eine Stärke: 89 % der jungen Erwachsenen mit Berufsabschluss sind beschäftigt – Spitze im OECD-Vergleich.
- Immer mehr junge Menschen erreichen höhere Abschlüsse; in MINT-Fächern gehört Deutschland sogar zur internationalen Spitze.
- Frühe Bildung erreicht fast alle Kinder: 96 % der Drei- bis Fünfjährigen besuchen eine Kita.
Die Herausforderungen:
- Der Anteil junger Menschen ohne Berufs- oder Schulabschluss steigt leicht – gegen den internationalen Trend.
- 11 % der 18- bis 24-Jährigen sind weder in Arbeit noch in Ausbildung oder Bildung („NEETs") – Tendenz steigend.
- Der Lehrkräftemangel betrifft auch Deutschland; Schwerpunktthema der Studie in diesem Jahr.
Unser Beitrag: Bildung geht über das Klassenzimmer hinaus
Die OECD-Daten zeigen: Vor allem bei den Übergängen – von der Schule in Ausbildung, in Beruf, ins Leben – entstehen Bildungsungerechtigkeit und Abbrüche. Hier setzt unsere Arbeit an. Außerschulische Bildung in der Evangelischen Jugend stärkt genau jene Kompetenzen, die formale Abschlüsse allein nicht vermitteln: Orientierung, Selbstvertrauen, soziale und demokratische Fähigkeiten. Für junge Menschen ohne Abschluss oder in Übergangsphasen – darunter viele der von der OECD beschriebenen „NEETs" – sind unsere Angebote oft der einzige niedrigschwellige Zugang zu Lernen und Teilhabe, insbesondere in der offenen Jugendarbeit. Für ein faires Bildungssystem, wie es die Studie einfordert, braucht es deshalb beide Säulen: gute Schulen und starke außerschulische Bildung.